Thromboseprophylaxe

Die Thromboseprophylaxe (Prophylaxe = dt. „Vorbeugung“) ist in zwei Fällen besonders wichtig:

  • bei Patientinnen und Patienten, die aus verschiedenen Gründen eine Thromboseneigung besitzen – insbesondere bei Personen mit einem Venenleiden
  • wenn bei einem Patienten bereits einmal eine Thrombose aufgetreten ist

Eine Thrombose entsteht immer aus dem gleichen Anlass: Ein Blutgefäß, meist eine Vene, wird durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Verschiedene Erkrankungen können diesen unerwünschten Vorgang begünstigen, zum Beispiel eine Blutgerinnungsstörung. Hier ist zur Thromboseprophylaxe eine spezielle Therapie vonnöten. Eine Venenschwäche hingegen, die von Krampfadern begleitet sein kann, begünstigt Thrombosen auf andere Weise. Da die Blutzirkulation infolge der schwächeren Pumpleistung der Venen vermindert ist, werden Blutgerinnsel in ihrer Entstehungsphase weniger gut ausgeschwemmt. Dadurch ist die Thromboseneigung erhöht. Verstärkte Thrombosegefahr besteht außerdem bei fast allen Patienten, die bereits einmal an einer Thrombose erkrankt sind. Durch eine gründliche Untersuchung kann der Venenspezialist abklären, welche Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe angeraten sind.


Lebensgewohnheiten

Viel Bewegung ist die beste Thromboseprophylaxe. Die Blutzirkulation wird dadurch angeregt, Blutgerinnsel können sich weniger leicht festsetzen. Der Venenspezialist hilft gerne bei der Zusammenstellung eines individuellen Bewegungsplans. Ein solcher Plan kann dazu beitragen, dass die regelmäßige Bewegung nicht vernachlässigt wird. Besonders empfehlenswert für die Thromboseprophylaxe sind Sportarten wie Schwimmen und Radfahren mit dem Liegerad, wo eine waagerechte Körperhaltung eingenommen werden kann: Durch eine solche Haltung wird das Abpumpen des Blutes aus den Beinvenen gefördert. Bewegung zur Thromboseprophylaxe empfiehlt sich auch zwischendurch im Alltag. Bei der Arbeit oder zu Hause ist längeres Stehen oder Sitzen stets zu vermeiden. Kleinere Pausen zum Beinevertreten sollten in bestimmten Abständen eingelegt werden. Ebenso wichtig für die Thromboseprophylaxe ist es, genug zu trinken. Dadurch wird das Blut dünn gehalten – Gerinnsel haben es so schwerer, sich festzusetzen. Patienten mit erhöhter Thromboseneigung sollten zugunsten einer optimalen Thromboseprophylaxe niemals auf das Anlegen verschriebener Kompressionskleidungsstücke verzichten.


Thromboseprophylaxe: Was immer hilfreich ist

  • Viel Bewegung – und zwar möglichst regelmäßig
  • Über den Tag verteilt viel trinken
  • Längeres Sitzen und Stehen vermeiden, regelmäßige Bewegungspausen nutzen


Fernreisen

Bei Fernreisen mit dem Flugzeug, dem Bus oder dem Auto besteht für Betroffene eine erhöhte Thrombosegefahr. Das liegt zum einen an den mangelnden Bewegungsmöglichkeiten. Beim Langstreckenflug kommen noch weitere ungünstige Bedingungen wie der verminderte Kabinendruck hinzu. Bei Fernreisen mit Autos oder Bussen sollten zur Thromboseprophylaxe so oft wie möglich Pausen zum Herumgehen genutzt werden. Zudem empfiehlt es sich, im Sinne der Thromboseprophylaxe besonders viel zu trinken – allerdings keine koffein- oder alkoholhaltigen Getränke, denn diese wirken entwässernd auf den Körper. Beim Langstreckenflug, wo Bewegung nur sehr eingeschränkt möglich ist, können Patienten mit erhöhter Thromboseneigung sich nach vorheriger ärztlicher Einweisung auch gerinnungshemmende Medikamente spritzen. Auf verordnete Kompressionskleidung zur Thromboseprophylaxe sollte im Flugzeug und auf anderen Fernreisen unter keinen Umständen verzichtet werden.


Medikamente

Zur Thromboseprophylaxe kann der Venenspezialist auch die dauernde Einnahme gerinnungshemmender Medikamenten anraten. Das gilt besonders, wenn Patienten bereits einmal eine Thrombose erlitten haben oder die Thrombosegefahr aus anderen Gründen erhöht ist. Eine solche Entscheidung wird der Arzt stets nach gründlicher Untersuchung treffen. Bei der Thromboseprophylaxe besonders in seinem Blickfeld: die möglichen Auswirkungen gerinnungshemmender Medikamente und Wechselwirkungen mit anderen möglicherweise vorhandenen Erkrankungen. Ein erfahrener Venenspezialist kann solche Folgen der Thromboseprophylaxe in der Regel gut abschätzen.

Privatklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen / Venoproct
an der Schlosspark Klinik

Stuttgarter Str. 35
71638 Ludwigsburg

Wir beraten Sie gerne

+49 (0)7141 - 920 677

Öffnungszeiten der Praxisklinik Venoproct

Mo-Fr    9:00 - 16:00 

Nur nach Vereinbarung

This is a Video slide
Schlosspark Klinik Ludwigsburg

Sehr geehrter Besucher,

wir bemühen uns stets, unsere Informationen aktuell und auf dem neuesten Stand der Technik bereitzustellen.
Leider ist es uns deshalb nicht möglich, alle älteren Browserversionen zu berücksichtigen.
Um unsere Seiten optimal anzuzeigen, verwenden Sie bitte eine aktuelle Version des Internet Explorers oder alternativ Mozilla Firefox, Opera, Safari.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihre Schlosspark Klinik Ludwigsburg