Varizenoperation

Eine Varizenoperation dient zur Entfernung von Krampfadern (medizinischer Fachbegriff: Varizen). Krampfadern oder Varizen sind bläulich geschlängelte Venen, die meist deutlich aus der Hautoberfläche hervortreten. Vielfach dient der Eingriff nicht in erster Linie dazu, die als unschön empfundenen Krampfadern loszuwerden. Vielmehr ist eine Varizenoperation zur Linderung eines Venenleidens oft unbedingt notwendig. Krampfadern sind das Resultat einer mehr oder minder stark geschwächten Pumpleistung des Venensystems. Am häufigsten kommen sie an den Beinen vor. Werden Krampfadern durch eine Varizenoperation entfernt, können die überforderten Venen in der betreffenden Körperregion entlastet werden. In Verbindung mit weiteren Behandlungsmaßnahmen verbessert sich die Leistung des Venensystems so meist wieder.


Venentypen und Varizenoperation

Eine Varizenoperation kann folgende verschiedenen Venentypen betreffen:

  • Stammvenen: Diese beiden zentralen Beinvenen verlaufen innen am Bein hinauf beziehungsweise hinten am Unterschenkel entlang. Sie sind meist nur wenig gekrümmt. Haben sie sich zu Krampfadern entwickelt, lassen sie sich mit schonenden Verfahren wie der Laserbehandlung oft gut entfernen.
  • Seitenastvenen: Hierbei handelt es sich um zumeist stärker geschlängelte und verästelte Zuleitungen zu den beiden Stammvenen. Auch für eine Varizenoperation, die Seitenastvenen umfasst, gibt es bewährte Verfahren wie die Schaumverödung oder die Miniphlebektomie. Seitenäste von behandelten Stammvenen müssen bei der Varizenoperation gut verschlossen werden, um einer neuerlichen Krampfaderbildung vorzubeugen.

Besenreiser, feine, meist bläulich bis rötlich erweiterte Venenästchen in der Haut, gehören normalerweise nicht zum Anwendungsbereich einer Varizenoperation. Sie sind gesundheitlich meist unbedenklich. Wenn sie als störend empfunden werden, können ebenfalls sie mit verschiedenen Verfahren beseitigt werden.


Operationsverfahren

Für eine Varizenoperation gibt es mittlerweile innovative, sanfte Verfahren. Die Patientin oder der Patient werden dadurch in aller Regel weit weniger belastet als noch vor einigen Jahren üblich. Diese schonenden Verfahren für die Varizenoperation können einzeln oder in Kombination mit anderen bewährten Methoden angewandt werden. Ausgehend von einer gründlichen Untersuchung des Venensystems wird in der Privatklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen / Venoproct entschieden, welche Vorgehensweise im individuellen Fall den besten Erfolg verspricht. Die gängigsten Verfahren für die Varizenoperation sind:

  • Laserbehandlung
  • Schaumverödung
  • Venenstripping
  • Miniphlebektomie


Die Laserbehandlung: in der Regel äußerst schonend

Bei der Varizenoperation per Laser ist nur ein kleiner Einstich in der Haut erforderlich. Es wird eine Lasersonde eingeführt, die während der Varizenoperation nach und nach die Venenwände bestrahlt. Durch die entstehende Wärme verklebt die Krampfader und wird für den Blutstrom unpassierbar. Auch betroffene Seitenäste können mit dieser Art von Varizenoperation häufig gut verschlossen werden. Infolge der Verödung der Krampfader wird das Blut in gesunde Venen umgelenkt. Was das Laserverfahren außerdem besonders schonend macht: Die stillgelegte Krampfader muss nicht entfernt werden – sie wird durch das körpereigene Immunsystem nach und nach abgebaut. Ein zusätzlicher Vorzug der Laserbehandlung besteht darin, dass nach dieser speziellen Varizenoperation in vielen Fällen auf das Tragen von Kompressionskleidung verzichtet werden kann.


Schaumverödung: bevorzugt bei stärker gekrümmten Venen

Bei diesem Verfahren der Varizenoperation werden die behandelten Krampfadern ebenfalls stillgelegt, ohne dass sie im Anschluss entfernt werden müssen. Dazu wird ein aufschäumendes Verödungsmittel in die Krampfader gegeben, das die Vene verkleben lässt. Auch diese Varizenoperation verläuft normalerweise ausgesprochen schonend. Die Schaumverödung bietet sich besonders für wurzelförmige Krampfadern oder solche von stärker gekrümmten Seitenästen an. Sie kann in Ergänzung zu anderen Operationsverfahren oder für sich allein ausgeführt werden.


Venenstripping: klassisches „Ziehen“ der Krampfadern

In manchen Fällen wird für die Varizenoperation auch auf dieses seit langem angewendete Verfahren zurückgegriffen. Dabei wird die Krampfader mit einigen möglichst behutsamen Schnitten abgetrennt. Eine eingeführte Sonde hilft dabei, die Krampfader herauszuziehen. Anschließend werden ihre Seitenäste verschlossen. So kann auch bei dieser Variante der Varizenoperation der venöse Blutstrom in intakte Zonen des Venensystems umgelenkt werden.


Miniphlebektomie: für Seitenäste und Verbindungsvenen

Mit dieser filigranen Technik der Varizenoperation können unterstützend kürzere Seitenäste oder Verbindungsvenen entfernt werden. Dazu werden winzige, schonende Schnitte gesetzt. Das Verschließen erfolgt unter Einsatz von selbstauflösendem Material. Somit entfällt später das Ziehen der Fäden – was zur Sanftheit der Miniphlebektomie beiträgt.

Privatklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen / Venoproct
an der Schlosspark Klinik

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