Hämorrhoiden

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind ringförmige Gewebepolster im Enddarmbereich. Sie sind nicht in jedem Fall eine Krankheitserscheinung. Vielmehr erfüllen die Hämorrhoiden eine wichtige Funktion: Im Wechselspiel mit dem Schließmuskel sorgen sie dafür, dass der After dicht verschlossen bleibt. Umgangssprachlich versteht man unter Hämorrhoiden die übermäßige Verdickung der Gewebepolster – ein Hämorrhoidalleiden. Für die Behandlung gibt es verschiedene bewährte Verfahren.

Gesunde Hämorrhoiden

Im gesunden Zustand bilden die Hämorrhoiden mehrere elastische Knoten, die sternförmig ineinandergreifen. Ihre Aktivität wird durch Blutgefäße gesteuert. Diese Gefäße befinden sich unter der Schleimhaut des Enddarms. Wird bei Stuhlgang der Schließmuskel entspannt, fließt Blut aus den Hämorrhoiden ab. Sie erschlaffen und lassen den Stuhl passieren. Nach Ausscheidung des Stuhls fließt das Blut wieder zurück. Gesunde Hämorrhoiden verschließen den Anus dann vollständig.

Hämorrhoidalleiden

Bei einem Hämorrhoidalleiden sind die Gewebepolster samt ihren Knoten vergrößert. Die Ursache ist eine dauerhafte Erschlaffung von Muskeln und Bindegewebe in der Enddarmregion. Die Hämorrhoiden ziehen sich dann nur noch unvollständig in die Darmschleimhaut zurück und bilden ein Hindernis für den Stuhl. Die Folgen sind häufig Blutungen am Anus und ein unangenehmes Druckgefühl. Da der Darmverschluss nicht mehr vollständig intakt ist, können außerdem kleine Mengen Stuhl und Darmsekret aus dem Anus entweichen. Stuhlschmieren und Juckreiz im überbeanspruchten und häufig entzündeten Analbereich sind dann das Resultat.

Ursachen

Die genauen Ursachen von Hämorrhoidalleiden sind immer noch unklar. Eine Reihe von Faktoren spielt möglicherweise eine Rolle:

  • eine ererbte Bindegewebsschwäche
  • zu viel „Pressen“ und zu häufiger Stuhlgang
  • falsche Ernährung
  • Verstopfung
  • Übergewicht

Männer und Frauen sind von Hämorrhoidalleiden gleichermaßen betroffen. Die Erkrankung tritt in der Regel erst nach dem 35. Lebensjahr auf, am meisten zwischen 45 und 65 Jahren. Erkrankungen der Hämorrhoiden sind häufig: In Deutschland werden im Durchschnitt 3,5 Millionen Fälle pro Jahr behandelt. Für falsche Scham gibt es also keinen Grund. Der Gang zum Arzt sollte nicht aufgeschoben werden – schon gar nicht zugunsten einer Selbsttherapie. Häufig gehen Beschwerden im Analbereich gar nicht auf erkrankte Hämorrhoiden zurück, sondern auf andere Erkrankungen. Diese bedürfen auch einer anderen Behandlung. Entscheiden kann darüber nur der Arzt.

Untersuchung

Hämorrhoidalleiden kommen in verschiedenen Schweregraden vor. Bei leichter Ausprägung wölben sich die Hämorrhoiden nur leicht vor und ziehen sich bei Entspannung vollständig wieder zurück. Blutungen, Jucken, Entzündungen und andere Symptome treten zumeist bei stärker entwickeltem Hämorrhoidalleiden auf. Ein Zurückziehen der Hämorrhoiden ist dann meist nicht mehr möglich, es bildet sich ein deutlicher Vorfall der Gewebeknoten. Hämorrhoidalleiden höheren Grades sind vom Arzt zumeist mit bloßem Auge zu identifizieren, gegebenenfalls bei Anspannung des Schließmuskels durch die Patientin oder den Patienten. Auch Hilfsmittel wie ein Proktoskop oder ein Rektoskop können zum Einsatz kommen. Ist der Grad der Beschwerden festgestellt, kann über die Behandlung entschieden werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Salben und Cremes können Beschwerden der Hämorrhoiden lindern – beseitigen können sie ein Hämorrhoidalleiden nicht. Das Gleiche gilt für Maßnahmen zur Ernährungsumstellung. Geheilt werden können erkrankte Hämorrhoiden nur durch einen gezielten Eingriff. Dieser kann auf klassische chirurgische Weise oder schonend minimalinvasiv erfolgen. Eine besonders sanfte Behandlung erkrankter Hämorrhoiden ist häufig mit dem Laserverfahren möglich.

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